Manschettenknöpfe
Manschettenknöpfe
Wie die Manschettenknöpfe entstanden
Während im einfachen Bürgertum meist textile Bänder Verwendung fanden, setzten Adelige und wohlhabende Kaufleute auf kunstvoll gearbeitete Schmuckstücke aus Edelmetall. Das genähte Knopfloch kam auf und es wurde Mode, die Manschetten mit zwei Zierknöpfen, die mit einer Kette verbunden waren, zusammenzuhalten. Von französischen Schneidern als »Boutons de Manchettes« bezeichnet, erfreuten sie sich beim Adel großer Beliebtheit.
Juweliere arbeiteten diese neumodischen Herren-Accessoires aus Gold und Silber und fügten Halbedelsteine oder fein ziselierte Wappen hinzu.
Im 18. Jahrhundert erreichte die Verwendung von Manschettenknöpfen breitere Schichten. Gekrönte Häupter, Aristokraten, wohlhabende Bürger und modebewusste Herren legten ganze Sammlungen der erlesenen Schmuckstücke an.
Es wurde Mode Manschettenknöpfe zu personalisieren und als Geschenk oder Anerkennung zu überreichen.
Im 19. Jahrhundert war die Gestaltung nicht minder üppig und auffällig: Gold- und Silbermanschettenknöpfe erreichten ihren modischen Höhepunkt und wurden extravagant gestaltet und oft mit herrlichen Edelsteinen besetzt. So machte Ende des 19. Jahrhunderts der Prince of Wales, der spätere britische König Edward II. bunte Fabergé-Manschettenknöpfe populär. Die manufakturmäßige, also teils maschinelle Herstellung im Jahrhundert der industriellen Revolution trug zur Verbreitung der Manschettenknöpfe in der Mittelschicht bei. Um die Jahrhundertwende erfreuten sich Manschettenknöpfe mit Emaille größter Beliebtheit.
Doch mit dem gleichzeitigen Aufkommen massenhaft industriell hergestellter Herrenhemden, kamen auch jene Hemden in Mode, die bereits über eine einfache Knöpfung verfügten und so das lieb gewonnene Herren-Accessoire überflüssig machten.
In den 1920er Jahren eroberten die Doppelmanschetten, auch »französische Manschetten« genannt, die Herrenmode – und diese erforderten wiederum passende Manschettenknöpfe.
Der praktische rückwärtige Klappverschluss, wie wir ihn heute kennen, wurde eingeführt und gestalterisch waren dem Manschettenknopf in Zeiten von Jugendstil und Art Déco keine Grenzen gesetzt. Nachdem das Tragen von Modeschmuck durch Coco Chanel populär gemacht wurde, ging es auch bei den Herren rund. In den 1920er und 1930er Jahren wurden mehr Manschettenknöpfe getragen, als je zuvor. In allen Preisklassen.
Die Zentren der Herstellung in Deutschland waren Idar Oberstein (Edelsteine und Halbedelsteine), Gablonz (Glaskristalle) und Pforzheim (Gold-Doublé).
Bis heute haben sich Manschettenknöpfe als klassisches Accessoire für formelle Anlässe, elegante Business-Outfits und festliche Abendgarderobe bewährt, sie verleihen jedem Auftritt eine dezente, aber wirkungsvolle Note.
Materialien: Silber und Messing — plattiert in Silber oder Gold
Der Begriff plattiert bezeichnet dabei eine traditionelle Technik, bei dem eine dünne Schicht Gold oder Silber auf ein anderes Metall aufgebracht wird. Durch dieses Verfahren erhalten die Manschettenknöpfe die hochwertige Optik und Haptik eines reinen Edelmetallstücks, während sie zugleich erschwinglicher und langlebig sind.
Silberplattierungen überzeugen durch ihre dezente Eleganz und ihren klassischen Glanz, während goldplattierte Modelle mit warmer Farbigkeit und gediegenem Ausdruck begeistern.
Handbemalte Manschettenknöpfe – Kunstvolle Unikate aus Limogesporzellan
Eine besondere Rarität innerhalb unserer Kollektion stellen die handbemalten Manschettenknöpfe dar. Für diese außergewöhnlichen Schmuckstücke wird feinstes Limogesporzellan verwendet – ein Material, das für seine Reinheit und brillante Oberfläche bekannt ist. In aufwendiger Handarbeit bemalen erfahrene Porzellankünstler, ausgebildet in renommierten Häusern wie der Porzellanmanufaktur Meissen oder der Herzoglichen und Königlichen Porzellanmanufaktur Ludwigsburg, die kleinen Porzellanplättchen mit feinsten Motiven.
Anschließend werden die bemalten Plättchen bei rund 830 °C gebrannt, um die Farben dauerhaft zu fixieren und eine jahrzehntelange Haltbarkeit zu gewährleisten. Der Rahmen dieser Manschettenknöpfe besteht aus recyceltem Silber aus einer traditionsreichen Scheideanstalt in Pforzheim – einem der bedeutendsten Zentren deutscher Schmuckherstellung. Jedes Paar ist ein in liebevoller Detailarbeit gefertigtes Unikat, das die besondere Verbindung zwischen Mensch, Natur und Handwerk eindrucksvoll widerspiegelt.
Manschettenknöpfe als stilvolles Statement
Ob klassisch-schlicht, dezent verziert oder kunstvoll gearbeitet – Manschettenknöpfe sind weit mehr als ein funktionales Element der Garderobe. Sie setzen stilvolle Akzente, unterstreichen die Persönlichkeit ihres Trägers oder ihrer Trägerin und fügen sich harmonisch in fein geschnittene Anzüge, Smokings, Tweedjacken oder Country-Outfits ein. Besonders an Hemden und Blusen mit Umschlagmanschette entfalten sie ihre elegante Wirkung als dezentes Zeichen von Geschmack und Stil.
Entdecken Sie dazu auch unsere The GunDog Affair Blusen und Hemden, die wir bewusst mit einer praktischen Kombimanschette haben fertigen lassen. So haben Sie die Wahl, ob Sie Ihr Hemd oder Ihre Bluse sportlich geknöpft oder elegant und kultiviert mit einem passenden Manschettenknopf tragen – stilvoll bei jeder Gelegenheit.